Als ein kleines Fläschchen von „Lewis Carroll“ in ihrem Briefkasten landet, befindet sich Ayelet Waldman an einem Tiefpunkt. Ihre Stimmungsschwankungen sind unerträglich heftig geworden; sie hat nahezu alle denkbaren Medikamente ausprobiert; ihr Mann und ihre Kinder leiden mit ihr. Also öffnet sie das Fläschchen, gibt zwei Tropfen auf ihre Zunge und schließt sich einer im Verborgenen agierenden, aber immer deutlicher hörbaren Gruppe von Wissenschaftlern und Bürgern an, die therapeutische Mikrodosen LSD erfolgreich einsetzen. Während Waldman ihre Erfahrungen über einen Monat hinweg dokumentiert – Produktivitätsschübe, schlaflose Nächte und ein neu entdecktes Gefühl der Ausgeglichenheit –, beleuchtet sie auch die Geschichte und Mythologie von LSD, die bahnbrechende Forschung zu dieser Substanz und die verschlungenen politischen Regelungen, mit denen sie kontrolliert wird.
Gestützt auf ihre Erfahrungen als Pflichtverteidigerin auf Bundesebene und als Mutter von Teenagern sowie auf ihre Recherchen zum therapeutischen Wert von Psychedelika hat Waldman ein Buch geschaffen, das brillant, oft urkomisch und durchweg fesselnd ist.


